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Николай Власов: серия "Экономическое чудо"
Німецька література після Повороту: основні координати
«Рай на власній шкірі»
8. April: Diskussionsplattform zum Thema Selbstzensur
(Montag, 29. März 2010)
Die von staatlichen Behörden ausgeübte „väterliche” Aufsicht über die Kunst droht eine alltägliche Erscheinung zu werden. Schrittweise vereinnahmt der Staat für sich das Recht, über Kunstwerke und die darin zum Ausdruck kommenden ethischen Normen zu urteilen. Nichtsdestoweniger fühlte sich die ukrainische Kunst-, Literatur- und Kulturszene durch diese Initiativen seitens des Staates nicht herausgefordert. Es folgte kein gesellschaftlicher Schulterschluss und formierte sich kein Widerstand gegen diese Entwicklungen (...)
In der Nähe des Krieges: Vorwort zur 2. Ausgabe der Zeitung Prostory
Katja Mishchenko
(Sonntag, 14. März 2010)
Nachstehend findet sich das Vorwort zur zweiten Ausgabe der Zeitung Prostory, die unter dem Titel "In der Nähe des Krieges" im Januar 2010 erschienen ist und sich mit der Metapher des Krieges in der ukrainischen Wahrnehmung auseinandersetzt. Diese Publikation lenkt die Aufmerksamkeit des Lesers auf die Medialisierung von Ereignissen, die woanders stattfinden, sowie auf Alltagskämpfe, Straßenproteste, den Widerstand gegen das System zu Sowjetzeiten, die Marginalisierung von sozial schwachen Gruppen und die Entfremdung vom eigenen Lebensraum (...)
Übersetzungsworkshop: Deutsche Autoren im Strudel der (Wieder)Vereinigung
(Donnerstag, 18. Februar 2010)
Ziel des Workshops ist die Professionalisierung von Übersetzern der jüngsten deutschen Literatur ins Ukrainische. In einem 3-tägigen Workshop haben die ÜbersetzerInnen Gelegenheit, ihre Texte zu präsentieren und diskutieren zu lassen. Die Debatte wird dabei immer wieder vom „besonderen Fall“ und seinen Lösungsmöglichkeiten, über die grundsätzlichen Probleme des Übersetzens zwischen der deutschen und ukrainischen Sprache bis zur Frage nach der Qualität einer literarischen Übersetzung schlechthin übergehen.
Zensurphantome vor dem Hintergrund einer scheidenden Epoche
Yevgeniya Belorusets
(Freitag, 05. Februar 2010)
Bei der Pressekonferenz erging ein Aufruf „an all diejenigen, für die die Meinungs-, die Schaffens- und die Informationsfreiheit grundlegende Werte sind“, jedwede Vorschriften der Kommission zu ignorieren, da „die Tätigkeit der NEK auf die Auslöschung dieser Freiheiten gerichtet ist“. Der ernsthafte Ton der Erklärung stand in einem krassen Kontrast zum Auftauchen eines Tricksters aus der Parallelwelt – es handelte sich um den Schauspieler Bohdan Benjuk, Mitglied sowohl bei der rechtsradikalen Partei „Swoboda“ (...)
Die Geschichte hielt den Atem an, aber Alltag Ost und Alltag West liefen weiter
Claudia Dathe
(Mittwoch, 18. November 2009)
Heute ist es auf den Tag genau 20 Jahre her, dass Günther Schabowski am Abend des 9. November 1989 auf der legendären Pressekonferenz einen zerknautschten Zettel aus der Jackettasche zog und stockend vorlas: „Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen – Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse – beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt. […] Die ständige Ausreise kann über alle Grenzübergangsstellen der DDR zur BRD bzw. zu Westberlin erfolgen.“ (...)
Molotow-Cocktails für die Moral
Yevgeniya Belorusets
(Mittwoch, 14. Oktober 2009)
Die ausländischen Printmedien haben begonnen, die Ereignisse rund um den Brandanschlag auf die Kiewer „Ja”-Galerie in ihren Spalten aufzugreifen. Für PROSTORY ist es wichtig, diesen Blick von außen ebenfalls darzustellen. Außerdem findet sich in diesem Beitrag ein kurzer Bericht über die von uns organisierte Diskussionsveranstaltung zum Thema „In Kriegsnähe”. Der Auslöser dafür war der Brandanschlag und die Sprengung der Präsentationen des Sammelbands „Die 120 Seiten von Sodom”.
Ein gefährlicher Ort
Witalij Atanasow
(Sonntag, 11. Oktober 2009)
In der Nacht vom 29. auf den 30. September wurde in Kiew die Galerie „Ja Galereja“, das Kunstzentrum von Pavel Gudimov in Brand gesetzt. An der Wand des Gebäudes hinterließen Unbekannte die Aufschrift: „Nein zur Sodomie. OUN“. Keiner hat die Verantwortung für das Pogrom übernommen. Die Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) reagierte auf die Aufschrift „OUN“, die die Brandstifter an der Wand von „Ja Galereja“ hinterlassen hatten, wies die Verantwortung für die Brandstiftung zurück und (...)
Seid realistisch, fordert das Unmögliche! Wir spielen Fußball
Rosemarie Poiarkov
(Dienstag, 09. Dezember 2008)
Im Rahmen der Serie „Krieg“: Als ich gefragt wurde, ob ich bei einem Theaterprojekt zum Thema „1968“ mitmachen wolle, war ich zuerst einmal skeptisch. Meine bunte Strickweste vermodert im Vorzimmerkasten, mit dem Peace-T-Shirt hatte ich schon vor langem Küchenschränke trocken gewischt. Mein aktives politisches Aufbegehren hatte mit 18, 19 Jahren desillusioniert geendet. Die Umweltgruppe, bei der ich mich engagierte, hatte innerhalb zweier Jahre von basisdemokratischen Diskussionen zur Gesprächsleitung via (...)
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