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8. April: Diskussionsplattform zum Thema Selbstzensur

Das Literaturmagazin ПРОSTORY veranstaltet am 8. April eine Diskussionsplattform zum Thema Selbstzensur

Am Donnerstag, dem 8. April, lädt ПРОSTORY alle, die sich für das Problem des Akzeptablen / Inakzeptablen bzw. Erlaubten / Verbotenen in Kunst, Literatur und Literaturübersetzung interessieren, zu einer Diskussionsplattform zum Thema Selbstzensur ein. Die Diskussion beginnt um 18:30 und findet im Veranstaltungssaal des Kiewer Goethe-Instituts statt.

In den vergangenen Jahren unternahm der ukrainische Staat immer wieder Versuche, unverrückbare Grundsätze für den Kulturbereich zu definieren und ein lokales Referenzsystem festzulegen. Es wurde eine Moralkommission ins Leben gerufen, welche Kunstwerke zensuriert und zu deren Aufgaben neben der Bekämpfung von Pornographie auch der Schutz nationaler Werte und der ukrainischen ethnokulturellen Identität gehört. Die von staatlichen Behörden ausgeübte „väterliche” Aufsicht über die Kunst droht eine alltägliche Erscheinung zu werden. Schrittweise vereinnahmt der Staat für sich das Recht, über Kunstwerke und die darin zum Ausdruck kommenden ethischen Normen zu urteilen.

Nichtsdestoweniger fühlte sich die ukrainische Kunst-, Literatur- und Kulturszene durch diese Initiativen seitens des Staates nicht herausgefordert. Es folgte kein gesellschaftlicher Schulterschluss und formierte sich kein Widerstand gegen diese Entwicklungen. Vereinzelte Publikationen und Diskussionen konnten bislang nichts an der Situation ändern. Radikale und öffentlichkeitswirksame künstlerische Gesten werden an den Rand des kulturellen Lebens gedrängt.

Wie sehen die herrschenden Grundsätze der ukrainischen Kulturpolitik aus? Wie kann Kunst sich gegen die „öffentliche Ordnung” richten? Mit welchen Mitteln nimmt der Staat auf den Kulturbetrieb Einfluss? Und kann das Diktat in der Kunst durch Selbstzensur kompensiert werden?

Welche der bereits bestehenden Kunstwerke könnten dem Verbot zum Opfer fallen?

Was sollten Künstler tun, deren eigene Ideen bzw. kunstgeschichtlichen Vorlieben nicht mit den vorherrschenden kulturpolitischen Grundsätzen konform gehen?

Vielleicht wird man Künstler schon bald vor die Wahl stellen: entweder ein Aufeinandertreffen mit dogmatischer Zensur oder ein System selbstauferlegter Beschränkungen.

Vielleicht wird die Selbstzensur in der ukrainischen Kulturlandschaft zur Norm werden und, wie zu Sowjetzeiten, zur Herausbildung einer neuen Metaphernsprache in der ukrainischen Kunst führen?

An der Diskussion werden sich die Künstler Anatolij Bjelow und Mykola Ridnyj, der Aktivist Oleksandr Wolodarskyj, die Kunstwissenschaftlerin Anna Lazar (Polnisches Institut Kiew), der Psychiater und Psychotherapeut Dmitrij Salesskij und die Redaktion von ПРОSTORY beteiligen. Moderation: Katja Mishchenko und Yevgeniya Belorusets.

Gemeinsam werden die Diskussionsteilnehmer die Probleme von Selbstzensur und Zensur in der Kunst, die für den ukrainischen Kulturbetrieb relevant sind, erörtern. Nach kurzen Eingangsstatements beginnt eine offene Diskussion.

Infopartner: Vertretung der Heinrich-Böll-Stiftung in der Ukraine

Beginn: 19:00
Adresse: wul. Woloska 12/4

Anmeldung unter: prostoryaction@gmail.com

 

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